Es ist schon eine Weile her, dass das Gelbe Trikot auf der Eröffnungsetappe der Tour de France für die Sprinter zu holen war. Der letzte, dem das gelang, war Alexander Kristoff, der 2020 die Auftaktetappe in Nizza gewann. Auch Wout Van Aert trug 2022 das Gelbe Trikot, doch der Belgier holte es sich erst am zweiten Tag des Rennens dank seiner guten Zeitfahrleistung.
Im Jahr 2025 scheint die Eröffnungsetappe auf einem Rundkurs um Lille wie geschaffen für die schnellen Männer zu sein. Generell scheinen die Chancen für Sprinter größer zu sein als sonst, und so können wir beim Start der Grande Boucle viele erwarten. Darunter auch der Sieger der Punktewertung von 2024 und Gewinner von drei Etappen - Biniam Girmay.
Der Eritreer von Intermarche - Wanty plant bereits, die Grand Tour in Frankreich erneut in Angriff zu nehmen. Das belgische WorldTour-Team hat nicht viele andere Trümpfe in der Hand und ist daher bereit, alles auf Girmays Sprintzug zu setzen. Nach dem Erfolg von 2024 steht viel auf dem Spiel, aber realistisch betrachtet wäre selbst ein Etappensieg im Jahr 2025 ein erfolgreiches Rennen für Intermarche.
"Ich habe dieses Jahr eine großartige Erfahrung gemacht und 2025 wird die Tour wieder eines meiner großen Ziele sein", sagte Girmay in einer von seinem Team herausgegebenen Pressemitteilung. Der Afrikaner hat nicht weniger im Sinn, als nach den ersten Etappen Gelb zu tragen: "Ich will wieder mein Bestes geben, mit einer Chance für die Sprinter am ersten Tag. Es gibt eine gute Balance zwischen Sprintetappen und Chancen für andere."
Aike Visbeek, der Cheftrainer von Girmay, sieht viele Möglichkeiten für den Eritreer. "Es gibt viele Etappen, die Chancen für unsere Fahrer bieten. Die schweren Etappen in der ersten Woche sind auch für Biniam interessant." Girmay ist als ehemaliger Sieger von Gent-Wevelgem auch auf den hügeligen Etappen, von denen es viele geben dürfte, nicht zu unterschätzen.
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Für Radsportaktuell.de berichtet er über den professionellen Radsport und begleitet das Geschehen von der WorldTour bis zu wichtigen nationalen und internationalen Rennen. Sein Schwerpunkt liegt auf Vorberichten, Rennzusammenfassungen und Analysen, mit denen er Entwicklungen im Peloton klar einordnet.
Bei seiner Arbeit wird Nic von den Kolleginnen und Kollegen der Schwesterplattform CyclingUpToDate unterstützt, wodurch er regelmäßig direkten Zugang zu Teams, Fahrern und offiziellen Terminen erhält. Er arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus. In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.