„Besser, wenn ich nichts sage“ – Ist Pogačar bei der La Vuelta sogar stärker als in seiner Tour-de-France-Siegform?

Radsport
Mittwoch, 26 August 2026 um 19:10
Tadej Pogacar at the 2026 Vuelta a Espana
Tadej Pogačar verteidigt das Rote Trikot der Vuelta a España nach einer fünften Etappe, die im Sprint von Matthew Brennan gewonnen wurde. Der Slowene, in dieser Ausgabe bereits zweifacher Etappensieger, musste trotz ausgeglichener Lage unter den Gesamtfavoriten einen fordernden Tag überstehen.

Eine nervöse Etappe abgehakt für Pogačar 

Der Gesamtführende betonte, die Etappe sei härter gewesen als es das Profil vermuten ließ, vor allem wegen des hohen Anfangstempos, des Anstiegs, den das Feld überwinden musste, und der Windstaffeln, die mehrfach mit einer Rennzerreißprobe drohten.
„Nein, es war trotzdem eine ziemlich harte Etappe. In dem Moment war ich etwas nervös und der Anstieg war ziemlich steil. Es war ein harter Tag, aber wir haben als Team sehr gut gearbeitet und ich bin zufrieden“, sagte Pogačar nach dem Ziel.
Am längsten Anstieg des Tages Richtung Finale führte Pavel Sivakov den Weltmeister über die Kuppe und hielt ihn in Position, um Stürze oder Lücken zu vermeiden, die seinen komfortablen Vorsprung gefährden könnten.
Der Fahrer von UAE Team Emirates-XRG unterstrich zudem den Wert des bereits herausgefahrenen Polsters auf seine Hauptgegner in dieser ersten Woche. Auch wenn noch viel Vuelta bevorsteht, räumt Pogačar ein, dass jede Sekunde entscheidend sein kann.
Die morgige 6. Etappe endet mit einem Anstieg, der auf drei Kilometern 11 % aufweist, dazu führen einige Kilometer über unbefestigte Straßen. Das könnte den GC-Kampf erneut explodieren lassen, wobei das Rote Trikot seinen Vorsprung weiter ausbauen könnte.
„Jeder Vorteil ist gut, das sage ich immer, aber je mehr, desto besser. Mit einem größeren Puffer kann man die nächsten Tage ruhiger angehen. Wir werden sehen.“
Tadej Pogačar, Fahrer von UAE Team Emirates-XRG.
Tadej Pogačar, Führender der Vuelta a España

Pogačar wird nicht nachlassen

Pogačar weiß jedoch, dass die Rundfahrt kaum Raum für Entspannung lässt. Die fünfte Etappe ist abgehakt, und der Slowene ist sich sicher, dass der nächste Tag die Klassementfahrer erneut prüft. „Ich fühle mich gut und morgen steht schon wieder ein harter Tag an. Man weiß nie“, sagte er.
Die große Frage bleibt, wie weit seine Form ihn bei dieser Vuelta a España trägt. Nach seiner Dominanz bei der Tour de France steht Pogačar nun vor der Aufgabe, ein außergewöhnliches Niveau über eine weitere Grand Tour zu halten.
Direkt gefragt, ob seine aktuelle Verfassung dem entspricht, was er bei der Tour gezeigt hat, wollte der Leader nichts preisgeben. „Besser, wenn ich nichts sage. Geheime Überraschung“, antwortete er lachend.
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