Baskenland-Rundfahrt 2026, 1. Etappe: Vorschau, Streckenprofil, Favoriten & Prognosen – Was tut Lipowitz im Auftaktzeitfahren? Paul Seixas und Primoz Roglic die Topfavoriten

Radsport
Samstag, 04 April 2026 um 18:45
Primoz Roglic
Vom 06. bis 11.04. reist das Peloton ins Baskenland, eine der heiligen Regionen des Radsports, zur Itzulia Basque Country. Das sechstägige Etappenrennen ist geprägt von steilen Anstiegen, schmalen Straßen, wechselhaftem Wetter und leidenschaftlichen Fans – ein Fixpunkt des Frühjahrs. Wir blicken auf Etappe 1, deren Start und Ziel mit 13:30 bzw. 16:40 CET veranschlagt sind.
Erstmals ausgetragen wurde das Rennen 1924, als Francis Pélissier den Premierensieg holte. 1935 gewann Gino Bartali eine vereinzelte Ausgabe, danach verschwand die Itzulia über 30 Jahre vom Kalender. Erst 1969 erlebte sie eine Wiedergeburt – mit Paukenschlag, denn kein Geringerer als Jacques Anquetil triumphierte.
Im Laufe der Jahre trugen sich viele Legenden in die Siegerliste ein: Luis Ocaña, Sean Kelly, Stephen Roche, Tony Rominger, Alex Zülle und Laurent Jalabert gewannen die baskische Rundfahrt. Die Zahl spanischer Siege ist auch in diesem Jahrhundert hoch geblieben: Aitor Osa, Iban Mayo, José Ángel Gómez Marchante, Juan José Cobo, Alberto Contador (viermal), Sámuel Sánchez, Joaquím Rodríguez, Alejandro Valverde, Ion Izagirre und zuletzt 2024 Juan Ayuso.
Dazu kamen Durchbruchssiege wie jener von Nairo Quintana 2013, Erfolge von Primoz Roglic (2018 und 2021), Daniel Martínez, 2023 Jonas Vingegaard und 2025 João Almeida, der die Rundfahrt in den Bergetappen dominierte.

Streckenprofil Etappe 1 (EZF): Bilbao - Bilbao

Profil_ItzuliaBaskenland2026_Etappe1
Bilbao - Bilbao, 13,8 Kilometer
Wie so oft beginnt das Rennen mit einem Zeitfahren, diesmal in Bilbao, vielleicht der wichtigsten Stadt der Region – und diese Etappe ist von Gewicht. Sie misst 13,8 Kilometer, ist aber ein schwieriges, sehr schwieriges EZF.
Gleich vom Start weg wartet ein 2,4 Kilometer langer Anstieg mit 7% im Schnitt. Es folgt eine sehr schnelle, leicht technische Abfahrt. Nur wenige flache Kilometer führen zur finalen 500-Meter-Rampe hinauf zu 9% – ein explosives Finale für ein explosives Zeitfahren, das die Gesamtklassementfahrer sofort in den Fokus rückt.

Die Favoriten

Dies ist ein Tag für die Männer der Gesamtwertung – und ein wichtiger dazu. Auch wenn die Abstände groß ausfallen können, sind mehrere Etappen nicht übermäßig schwer. Wer das Leadertrikot holt, wird zum Ziel. Es ist die Chance, Zeit auf die Konkurrenz gutzumachen, also kein „Körner sparen“. Alle gehen all-in: erst klettern, dann fehlerfrei bleiben – in einem Rennen, das leider auch für Stürze bekannt ist.
Das extrem explosive und eher kurze Profil liegt Fahrern wie Primoz Roglic sowie Brandon McNulty und Kévin Vauquelin. Zeitfahrspezialisten, die am ersten Anstieg das Niveau der Top-GC-Fahrer mitgehen können.
Paul Seixas zeigte bei der Algarve ein brillantes EZF – die Frage ist, ob er in der Disziplin bereits den entscheidenden Schritt gemacht hat, um groß zu gewinnen. Möglich wäre es… Bestätigung steht aus. Juan Ayuso hat sie geliefert, seine Form ist nach dem Sturz bei Paris–Nizza jedoch fraglich.
Wir bekommen den Schlagabtausch der Klassementfahrer – und dabei dürfen Isaac del Toro und Florian Lipowitz nicht fehlen, beide große Anwärter auf den Gesamtsieg. Ebenso Mattias Skjelmose und Antonio Tiberi, die die passende Mischung aus Zeitfahren und Klettern mitbringen, um an einem guten Tag auch hier zu gewinnen.

Prognose Itzulia Basque Country 2026 Etappe 1

⭐⭐⭐ Primoz Roglic, Kévin Vauquelin, Paul Seixas
⭐⭐ Isaac del Toro, Ion Izagirre, Mattias Skjelmose, Juan Ayuso, Brandon McNulty
⭐ Florian Lipowitz, Pello Bilbao, Tobias Johannessen, Harold Tejada, Ilan van Wilder, Antonio Tiberi, Bruno Armirail, Ben Tulett, Harry Sweeny
Tipp: Primoz Roglic
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