Das erste Viertel der Saison 2026 ist noch nicht abgeschlossen, doch erste klare Tendenzen zeichnen sich bereits ab. Besonders
INEOS Grenadiers fällt ins Auge, denn nach schwierigen Jahren zeigt das britische Team deutliche Anzeichen einer sportlichen Erholung.
Ein Blick auf die aktuellen individuellen UCI-Ranglisten bestätigt diesen Trend. Mehrere Fahrer sind stark in die Saison gestartet. Neuzugänge wie Kevin Vauquelin, Dorian Godon und
Oscar Onley liefern früh überzeugende Ergebnisse, während auch
Egan Bernal zu den bislang erfolgreichsten Punktesammlern des Teams zählt.
Fünf Fahrer prägen den starken Saisonstart
Der spanische Kletterer Carlos Rodriguez hatte in den ersten Monaten dagegen größere Probleme und rangiert aktuell weiter hinten in der internen Teamwertung.
Nachfolgend stehen die fünf INEOS-Fahrer mit den meisten UCI-Punkten im Jahr 2026.
1. Kevin Vauquelin (443,6 Punkte)
Der 24-jährige Franzose startete bei der Volta ao Algarve in die Saison und überzeugte mit konstanten Leistungen. Er belegte Platz 24 auf der ersten Etappe, Rang 9 auf der zweiten, wurde Sechster im Einzelzeitfahren, 29. auf der vierten Etappe und erneut Neunter zum Abschluss.
Damit fuhr er auf jeder Etappe in die Top 30. In der Bergwertung belegte er Rang 13, in der Punktewertung Platz 19 und im Gesamtklassement wurde er Fünfter. Nur Juan Ayuso, Paul Seixas, Joao Almeida und Teamkollege Oscar Onley lagen vor ihm.
Anschließend folgte Paris–Nizza, das vor zwei Tagen endete. Vauquelin begann mit den Plätzen 32 und 28 eher verhalten. Das Teamzeitfahren entschieden die INEOS Grenadiers für sich, wodurch er zwischenzeitlich auf Rang zwei der Gesamtwertung lag. Auf der Etappe nach Uchon wurde er Sechster, nachdem er 57 Kilometer an der Spitze gefahren war, verlor dabei jedoch zwei Positionen im Kampf um Gelb.
Am Ende verteidigte er Rang vier bis ins Ziel, nach zwei siebten Plätzen, einem 18. und einem vierten Rang in der zweiten Rennhälfte.
Nur Jonas Vingegaard, Daniel Felipe Martinez und Georg Steinhauser lagen vor ihm. Besonders knapp fiel der Rückstand auf Steinhauser aus, der nur 17 Sekunden schneller war und Vauquelin damit sowohl das Podium als auch die Nachwuchswertung verwehrte.
2. Dorian Godon (223,6 Punkte)
Godon bestritt bislang ausschließlich Rennen in Frankreich. Er begann bei der Tour de la Provence, wo die Etappenplätze 16, 45 und 19 am Ende Rang 42 im Gesamtklassement bedeuteten.
Es folgten Platz 93 bei der Faun Ardeche Classic und Rang 6 bei der Faun Drome Classic, geschlagen unter anderem von Romain Gregoire, Matteo Jorgenson, Lenny Martinez, Quinten Hermans und Paul Lapeira.
Bei Paris–Nizza setzte Godon dann ein klares Ausrufezeichen. Er wurde 14. in Carrieres sous Poissy, Vierter in Montargis, half dem Team zum Sieg im Teamzeitfahren und fuhr später in Apt hinter Harold Tejada auf Rang zwei. Sein größter Erfolg war der Etappensieg nach Isola.
Im Gesamtklassement belegte Godon Rang 39 und wurde Zweiter in der Punktewertung, nur geschlagen von Jonas Vingegaard.
3. Magnus Sheffield (213 Punkte)
Der 23-jährige US-Amerikaner eröffnete seine Saison bei der Volta a la Comunitat Valenciana. Er wurde 14. in Torreblanca, Sechster im Einzelzeitfahren, 16. in San Vicente del Raspeig, erneut Sechster in Teulada Moraira und 29. auf der Schlussetappe in Valencia.
Diese Konstanz brachte ihm Rang 22 in der Punktewertung, Platz 10 in der Bergwertung und Rang 3 in der Nachwuchswertung. Im Gesamtklassement wurde Sheffield Sechster, hinter Remco Evenepoel, Joao Almeida, Giulio Pellizzari, Antonio Tiberi und Brandon McNulty.
Beim Omloop Het Nieuwsblad spielte er keine Rolle und erreichte als 111. das Ziel.
Deutlich stärker präsentierte er sich bei Tirreno–Adriatico. Er wurde Vierter im Auftaktzeitfahren, profitierte dabei auch von einer starken Teamleistung mit drei INEOS-Fahrern in den Top vier. Im weiteren Verlauf fuhr er die Etappenplätze 19, 68, 42, 13, 8 und 26 ein und beendete das Rennen als Neunter der Gesamtwertung.
Vor ihm lagen unter anderem Isaac del Toro, Matteo Jorgenson, Giulio Pellizzari, Tobias Halland Johannessen, Primoz Roglic, Giulio Ciccone, Santiago Buitrago und Ben Healy.
Magnus Sheffield bei Tirreno–Adriatico
4. Sam Welsford (180 Punkte)
Der australische Sprinter
Sam Welsford, der von Red Bull - BORA - hansgrohe zum Team stieß, startete ebenfalls solide in die Saison.
Er begann im Ozeanien-Block, gewann die Western Australia Criterium Championships, wurde Zweiter im Kriterium der nationalen Meisterschaften und belegte Rang 32 im australischen Straßenrennen. Anschließend startete er beim Santos Tour Down Under.
Dort gewann er die Etappe in Nairne, wurde Dritter in Tanunda hinter Tobias Lund Andresen und Matthew Brennan und belegte zusätzlich Rang drei in der Punktewertung. Später gewann er das Cadel Evans Criterium, konnte das Cadel Evans Great Ocean Road Race jedoch nicht beenden.
Zurück in Europa fuhr er die UAE Tour mit den Etappenplätzen 9, 14 und 3 auf der Schlussetappe, bei der nur Jonathan Milan und Erlend Blikra schneller waren.
Sein bislang letztes Rennen war Tirreno–Adriatico. Dort wurde er auf der ersten Etappe 15., auf der dritten Etappe Sechster und auf der Schlussetappe hinter Milan Zweiter. In der Punktewertung belegte er schließlich Rang zehn.
5. Egan Bernal (180 Punkte)
Egan Bernal absolvierte 2026 bislang nur drei Renntage, sammelte dabei jedoch bereits 180 UCI-Punkte. Er wurde Fünfter im kolumbianischen Zeitfahren und sicherte sich anschließend den nationalen Straßenmeistertitel.
Sein einziges weiteres Rennen war bisher die Faun Ardeche Classic, bei der er Rang sieben belegte, hinter Paul Seixas, Jan Christen, Lenny Martinez, Matteo Jorgenson, Mattias Skjelmose und Davide Piganzoli.
UCI-Ranglistenplätze der INEOS Grenadiers-Fahrer
| Rang | Fahrer | Nation | UCI Punkte |
| 26 | Kevin Vauquelin | Frankreich | 443.6 |
| 65 | Dorian Godon | Frankreich | 223.6 |
| 72 | Magnus Sheffield | USA | 213 |
| 89 | Sam Welsford | Australien | 180 |
| 90 | Egan Bernal | Kolumbien | 180 |
| 104 | Oscar Onley | Großbritannien | 148.6 |
| 119 | Samuel Watson | Großbritannien | 136.6 |
| 131 | Brandon Smith Rivera | Kolumbien | 129 |
| 132 | Thymen Arensman | Niederlande | 128 |
| 143 | Carlos Rodriguez | Spanien | 118.6 |
| 171 | Filippo Ganna | Italien | 100 |
| 187 | Embret Svestad Bardseng | Norwegen | 90 |
| 230 | Ben Turner | Großbritannien | 73 |
| 248 | Joshua Tarling | Großbritannien | 68.6 |
| 274 | Andrew August | USA | 60 |
| 544 | Axel Laurance | Frankreich | 24 |
| 562 | Michal Kwiatkowski | Polen | 22.6 |
| 748 | Jack Haig | Australien | 11 |
| 775 | Artem Shmidt | USA | 10 |
| 779 | Peter Oxenberg | Dänemark | 10 |
| 1094 | Kim Heiduk | Deutschland | 3 |
| 1223 | Ben Swift | Großbritannien | 2 |