Die vorletzte Runde des
UCI World Cup in diesem Winter war sicherlich eine der spannendsten der ganzen Saison. Nach einem actiongeladenen Rennen war
Wout van Aert der Mann, der mit erhobenen Armen die Ziellinie ΓΌberquerte.
Obwohl der alles ΓΌberragende Weltmeister Mathieu van der Poel wie so oft als groΓer Favorit ins Rennen ging, hatte der NiederlΓ€nder in Benidorm schon frΓΌh Schwierigkeiten. Mit Problemen mit seiner Kette beendete van der Poel die erste Runde auf Platz 19.
WΓ€hrend van der Poel sich seinen Weg zurΓΌck durch das Feld bahnen musste, versuchte sein alter Rivale
Wout van Aert, sich frΓΌh an die Spitze zu setzen.
Man sagt, dass man einen Champion nicht aufhalten kann, und das hat sich hier bewahrheitet, denn nach nur drei Runden hatte sich van der Poel bereits wieder an die Spitze des Rennens gesetzt.
Als van der Poel und van Aert beschleunigten, konnte zunΓ€chst nur
Thibau Nys mithalten, doch nachdem er auf dem Boden aufschlug, ΓΌbernahmen Tom Pidcock und
Michael Vanthourenhout die Verfolgung.
Zu Beginn von Runde 6 hatte sich Pidcock einen knappen Vorsprung herausgefahren, doch der Brite konnte ihn nicht halten, als das Quartett zu Beginn von Runde 7 wieder zusammen war.
Als das Tempo dann vΓΆllig nachlieΓ, schlossen immer mehr Fahrer wieder zueinander auf, und zwei Runden vor Schluss lagen 10 MΓ€nner gemeinsam an der Spitze.
Das UnglΓΌck ereilte van der Poel erneut, als er beim Verlassen des Sandkastens stΓΌrzte. Obwohl er schnell wieder auf den Beinen war, witterte van Aert seine Chance und gab Vollgas.
Eine Runde vor Schluss lag van der Poel auf Platz 10, 23 Sekunden hinter van Aert, der von Vanthourenhout an der Spitze abgelΓΆst worden war.
In der letzten Runde war es dann van Aert, der sich von Vanthourenhout absetzte und den Sieg fΓΌr sich verbuchen konnte, wΓ€hrend Nys sich den dritten Platz sicherte.
Kevin Kuhn rollte als 17. ΓΌber die Ziellinie und
Marcel Meisen musste sich mit einem mehr als bescheidenen 30. Rang begnΓΌgen.