Wout Van Aert und seine
Team Visma | Lease a Bike-Teamkollegen absolvierten am Sonntag in Spanien einen knallharten Gravel-Tag, um die Vorbereitung auf die
Tour de France zu schärfen. Das niederländische Team hat sein Quartier in der Sierra Nevada aufgeschlagen, wo Van Aert und weitere Fahrer wie Matteo Jorgenson und Bruno Armirail trainieren.
Van Aert ist seit seinem karriereprägenden
Sieg bei Paris-Roubaix im April nicht mehr im Straßenrennen gestartet, peilt aber im kommenden Monat sein Comeback bei der Tour Auvergne – Rhône-Alpes (ehemals Critérium du Dauphiné) an, ehe er am 04.07. zum Grand Départ der Tour de France in Barcelona anreist.
Die Formarbeit läuft auf Hochtouren: Van Aert und seine Teamkollegen verließen ihr Höhentrainingslager, um eine brutale Gravel-Einheit zu fahren – über 181 Kilometer und 4.000 Höhenmeter. Von einer lockeren Abfahrtserholung nach den Gipfeln der Sierra Nevada konnte keine Rede sein.
Immunbooster-Gravelride
„So ein Trainingstag“, schrieb Van Aert in einer Social-Media-Story,
bevor die Strava-Aktivität die XXL-Einheit bestätigte. Der Belgier lieferte die Einordnung gleich mit, warum ihm das für harte Renntage später in der Saison helfen soll: „Das war ein echter Immunbooster“.
Der 07.06. dürfte bei Van Aert im Kopf sein. Er und Armirail sollen zum Aufgebot des niederländischen Teams beim WorldTour-Rennen gehören, das traditionell als Tour-Generalprobe dient. Im Juli wird er voraussichtlich ein Schlüsseldomestik für Jonas Vingegaard sein und zugleich Etappen chancen anvisieren, die seinem vielseitigen Profil liegen.
Ganz ohne Wettkampf war Van Aert seit Paris-Roubaix nicht: Der 31-Jährige gewann am 10.05. das Marly Gravel Race der UCI Gravel World Series – ein dominanter Solosieg vor Stars wie Florian Vermeersch und Pascal Eenkhoorn.