Tadej Pogačar wird sich am Dienstag oder Mittwoch an seinem gebrochenen Schlüsselbein operieren lassen. UAE-Team-Emirates-Chef
Mauro Gianetti bestätigte, dass die Folgen einer „schweren Gehirnerschütterung“ seinen ursprünglichen Zeitplan für den Eingriff verkomplizieren.
Pogačar stürzte bei der Vuelta a España 2026 mit 66 Kilometern pro Stunde, traf einen Stein und schlug anschließend auf dem Asphalt auf. In diesem
rennenbeendenden Moment brach er sich das Schlüsselbein und den C7-Wirbel, zog sich mehrere Schnittwunden im Gesicht, an Händen und am Körper zu und erlitt zudem eine Gehirnerschütterung.
Mit dem Ausstieg ist seine Führung bei La Vuelta dahin – und womöglich auch der Rest seiner Saisonziele, darunter die Weltmeisterschaften, die Heim-EM in Slowenien sowie Il Lombardia. Es mehren sich die Spekulationen, ob er vor der Off-Season rechtzeitig für eines dieser Ziele zurückkehren kann.
Erstmals seit dem Sturz am Samstag gab Gianetti einen tieferen Einblick und betonte, Pogačar sei mental gut drauf. Doch da die Schlüsselbeinfraktur leicht verschoben ist und eine Gehirnerschütterung vorliegt, wurde bislang nicht operiert.
Gehirnerschütterung verzögert OP-Zeitplan
Hauptgrund ist die Gehirnerschütterung. Eine Operation unter Narkose beeinflusst das Nervensystem und könnte die Genesung der Gehirnerschütterung verlangsamen. Die medizinische Empfehlung lautete daher, den Eingriff zu verschieben.
„Den Umständen entsprechend geht es Tadej gut“, sagte Gianetti am Sonntagabend
bei RMC Sport.
„Der Aufprall war heftig, aber heute ist seine Stimmung gut. Trotz allem. Wenn alles nach Plan läuft, kommt er am Dienstag oder Mittwoch unters Messer. Es wird ein ziemlich umfangreicher Eingriff, weil die Fraktur sich verschoben hat.“
Tadej Pogačar zeigt sich nach seinem Sturz bei La Vuelta wieder in der Öffentlichkeit
Pogačars nächste Wochen und Monate
Pogačar liegt im Hospital Universitari Dexeus in Barcelona und wird vom renommierten Traumatologen Dr. Xavier Mir operiert, der unter anderem MotoGP-Fahrer nach Stürzen behandelt hat.
Mit Blick nach vorn vermied Gianetti Spekulationen über das weitere Vorgehen. Er betonte, nur das OP-Ergebnis werde den Weg zurück ins Rennen bestimmen – nicht die Emotion.
„Es ist noch viel zu früh, um dazu Sinnvolles zu sagen. Wir besprechen das im Team nicht, denn jetzt ist nicht der Moment für Entscheidungen. Zuerst warten wir die finalen Testergebnisse zur Gehirnerschütterung ab und sehen, wie die Operation am Dienstag oder Mittwoch verläuft.
„Danach haben wir ein klareres Bild und können beurteilen, ob er in dieser Saison noch zurückkehrt. Wir gehen das ruhig an und treffen keine Entscheidungen aus dem Bauch heraus.“