Streckenprofil & Route der ADAC Cyclassics Hamburg 2026

Radsport
Samstag, 08 August 2026 um 15:15
Profil der ADAC Cyclassics 2026
Am 16.08. wird das WorldTour-Peloton eine weitere Eintagesprüfung in Angriff nehmen: die ADAC Cyclassics Hamburg. Der deutsche Klassiker liegt traditionell den Sprintern, eröffnet in einer dichten Saisonphase aber auch den Klassikerspezialisten Chancen. Wir blicken auf das Profil.
Erstmals ausgetragen wurde das Rennen 1996, Sieger war Rossano Brasi. Schnell gewann es an Renommee, 1997 triumphierte Lokalheld Jan Ullrich nur Wochen nach seinem Tour-de-France-Sieg. Erik Zabel, Johan Museeuw, Paolo Bettini, Óscar Freire und Robbie McEwen reihten sich anschließend in die Siegerliste ein.
Seit den späten 2000er-Jahren prägen die Sprinter den Klassiker, mit Erfolgen der Besten ihres Fachs. Arnaud Démare, John Degenkolb, Alexander Kristoff, André Greipel, Caleb Ewan, Elia Viviani, Mads Pedersen und Olav Kooij stehen in der Palmares. 2025 jedoch gewann Irlands Meister Rory Townsend nach einem hochdramatischen Finale aus der Tagesgruppe, nur wenige Zentimeter vor den heranrauschenden Sprintern im Feld.

Profil ADAC Cyclassics: Buxtehude - Hamburg

Profil der ADAC Cyclassics 2026
Buxtehude - Hamburg, 207 Kilometer
Die Strecke misst 207 Kilometer, das erste Drittel verläuft nahezu flach durch Norddeutschland. Viele Fahrer werden Kräfte für das Schlussdrittel sparen, wo das Rennen entschieden wird. Die Organisatoren haben allerdings rund 30 Kilometer und weitere Überfahrten des Hauptanstiegs hinzugefügt, was den Tag für reine Sprinter anspruchsvoller macht.
Das zentrale Merkmal ist der Waseberg, der ikonische, steile Hügel an der Elbe. Er ist 1 Kilometer lang bei 7% im Schnitt, nicht der härteste Anstieg, doch in der Mitte stehen bis zu 16% an. Ein kurzer, explosiver Stich, mit Abfahrt in den Anlauf – jedes Mal gibt es einen harten Positionskampf und unvermeidliche Attacken.
Die Passhöhen liegen bei noch 120, 78, 67, 27 und 12 Kilometern. Es ist jedoch kein homogenes Rundkurslayout, sondern ein verzweigtes System aus Schleifen rund um Hamburg. Der Anstieg wird zweimal direkt hintereinander befahren, doch die entscheidenden Angriffe sind erst im letzten Paket zu erwarten. Die finalen zwei Überfahrten trennen nur 14 Kilometer, was Taktik und aggressives Racing begünstigt. Danach führt eine flache Anfahrt zurück ins Zentrum von Hamburg – mit Potenzial für einen Sprint.

Waseberg und Schlusskilometer

Profil des Wasebergs
Waseberg-Profil 
Auf dieser Karte ist der finale Rundkurs um den Zielbereich zu sehen. Für die Sprintvorbereitung absolvieren die Fahrer jedoch nur die letzten 1,9 Kilometer der Grafik – die meisten technischen Passagen entfallen damit. Das Finale ist nicht besonders technisch, jedoch verengt sich die Straße Richtung Ziel. Positionierung ist entscheidend, nennenswerte Steigungsprozent fehlen.
Finaler Rundkurs der ADAC Cyclassics
ADAC Cyclassics finaler Rundkurs

Siegerliste ADAC Cyclassics Hamburg 2026

Jahr1.2.3.
2025 Rory Townsend Arnaud De Lie Paul Magnier
2024 Olav Kooij Jonathan Milan Biniam Girmay
2023 Mads Pedersen Danny van Poppel Elia Viviani
2022 Marco Haller Wout van Aert Quinten Hermans
2021
2020
2019 Elia Viviani Caleb Ewan Giacomo Nizzolo
2018 Elia Viviani Alexander Kristoff André Greipel
2017 Elia Viviani Arnaud Démare Dylan Groenewegen
2016 Caleb Ewan John Degenkolb Giacomo Nizzolo
2015 André Greipel Alexander Kristoff Giacomo Nizzolo
2014 Alexander Kristoff John Degenkolb Reinardt Janse van Rensburg
2013 John Degenkolb André Greipel Alexander Kristoff
2012 Arnaud Démare André Greipel Alexander Kristoff
2011 Philippe Gilbert Filippo Pozzato Borut Božič
2010 Tyler Farrar Edvald Boasson Hagen Gerald Ciolek
2009 Tyler Farrar Matti Breschel Gerald Ciolek
2008 Mark Cavendish Gerald Ciolek Heinrich Haussler
2007 Alessandro Petacchi Robert Förster Erik Zabel
2006 Óscar Freire Erik Zabel Allan Davis
2005 Alexander Vinokourov Paolo Bettini Erik Zabel
2004 Erik Zabel Paolo Bettini Luca Paolini
2003 Erik Zabel Paolo Bettini Danilo Di Luca
2002 Erik Zabel Danilo Di Luca Mirko Celestino
2001 Erik Zabel Mirko Celestino Paolo Bettini
2000 Erik Zabel Davide Rebellin Mirko Celestino
1999 Frank Vandenbroucke Erik Zabel Davide Rebellin
1998 Michele Bartoli Erik Zabel Peter Van Petegem
1997 Erik Zabel Michele Bartoli Maurizio Fondriest
1996 Rossano Brasi Maximilian Sciandri Alberto Elli
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