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Visma - Lease a Bike hat seine Aufstellung für Paris–Roubaix offiziell bestätigt und reist mit klarer Zielsetzung in den Norden Frankreichs. Zwar untersagte die UCI kurzfristig den geplanten Einsatz spezieller Ausrüstung, doch rund um Kapitän
Wout Van Aert traut sich das Team dennoch eine prominente Rolle im Kampf um die Spitzenplätze zu.
„Ich spüre immer noch eine enorme Motivation für dieses Rennen. Es wird meine siebte Teilnahme sein, aber dieses Rennen bleibt etwas Besonderes“, erklärte Van Aert in einer
Pressemitteilung. „Die Nervosität und Unvorhersehbarkeit machen Paris–Roubaix so schön.“
Visma setzt auf Van Aerts Form – trotz starker Konkurrenz
Mit Platz drei bei Mailand–Sanremo und Rang vier bei der Flandern-Rundfahrt reist Van Aert in überzeugender Verfassung nach Roubaix. Auf dem speziellen Terrain der „Hölle des Nordens“ zählt vor allem rohe Kraft – weniger das klassische Verhältnis von Watt pro Kilogramm. Das macht das Rennen schwer berechenbar. Gleichzeitig spielt auch das Rennglück eine entscheidende Rolle, das Van Aert in der Vergangenheit nicht immer auf seiner Seite hatte.
Wout Van Aert zählt bei Paris–Roubaix trotz starker Konkurrenz zu den aussichtsreichen Anwärtern auf den Sieg
Sollte am Sonntag jedoch alles zusammenpassen, zählt der Belgier zweifellos zu den ernsthaften Anwärtern auf den Sieg. „Seit den italienischen Rennen fühle ich mich gut, und das konnte ich in die flämischen Klassiker mitnehmen. Jetzt bin ich entschlossen, meine letzte Chance auf einen Sieg in diesem Frühjahr zu nutzen.“
Allerdings trifft Van Aert auf zwei Ausnahmefahrer seiner Generation in Topform: Tadej Pogacar und Mathieu van der Poel. Vieles deutet darauf hin, dass die entscheidenden Initiativen im Rennen von diesem Duo ausgehen werden, während die übrigen Konkurrenten zunächst in der Rolle der Herausforderer bleiben.
„Paris–Roubaix ist eines dieser Rennen, bei denen das Glück eine Rolle spielt. In den vergangenen Wochen wurde klar, auf wen wir achten müssen. Pogacar und Van der Poel sind zweifellos die Top-Favoriten, aber auf diesem Terrain werden die Unterschiede zwischen den Fahrern geringer sein als in den letzten Rennen“, betonte Sportdirektor
Grischa Niermann.
Zwar muss Visma - Lease a Bike auf mehrere wichtige Kräfte verzichten – darunter Dylan van Baarle, Tiesj Benoot sowie zuvor bereits die van-Dijke-Zwillinge, während Matthew Brennan nicht in Bestform antritt –, dennoch bringt das Team ausreichend Tiefe für ein taktisch anspruchsvolles Rennen mit.
Van Aert führt die Mannschaft als klarer Kapitän an, doch gerade in Roubaix ist eine breite personelle Aufstellung oft entscheidend. „Unsere Stärke liegt im Kollektiv. Neben Wout können auch Christophe Laporte und
Per Strand Hagenes eine wichtige Rolle im Rennverlauf spielen. Beide haben in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie bei den Kopfsteinpflaster-Klassikern stark sind. Der Sieg in Roubaix bleibt ein großer Traum für das Team, und wir sind bereit, alles zu tun, um diesen Traum wahr werden zu lassen.“
Für Hagenes wird es der dritte Start bei Paris–Roubaix. Der Norweger definiert seine Aufgabe klar im Dienste seines Kapitäns: „Mein Ziel ist es, im Finale eine Rolle zu spielen. Ich werde alles tun, um so lange wie möglich vorne zu bleiben und Wout zu unterstützen“, sagte er. „Ich glaube, dass er mit den anderen Favoriten mithalten kann. Er hat in den letzten Wochen viel Gutes gezeigt. In Roubaix bricht das Rennen heutzutage oft schon weit im Vorfeld auseinander, daher bereite ich mich auf einen langen, harten Kampf vor.“