Die Strecke der
Tour de France 2027
wurde am Donnerstagmorgen im Palais des Congrès in Paris vorgestellt. Der Grand Départ findet in Großbritannien statt, wo Edinburgh den Start der ersten Etappe ausrichtet. Anschließend führt die Rundfahrt allmählich nach Süden, bevor es in den Pyrenäen zum großen Showdown kommt. Insgesamt stehen mehr als 70 Kilometer Einzelzeitfahren auf dem Programm.
Die Tour 2027 beginnt mit drei Etappen in Großbritannien, die allesamt auf der Hauptinsel stattfinden. Die Auftaktetappe führt von Edinburgh in Schottland nach Carlisle. Dort dürfte ein Sprinter das erste Gelbe Trikot übernehmen. Die Etappen 2 und 3 nach Liverpool und Cardiff zählen mit jeweils mehr als 220 Kilometern zu den längsten der Rundfahrt. Die Sprinter und Klassikerfahrer dürften dabei besonders gute Chancen haben.
Die Etappen 4 und 5 enden in Cherbourg-en-Cotentin und Plumelec jeweils mit einer Bergankunft. Dort könnten sich schnelle Fahrer, Puncheure und Kletterer in einem Bergaufsprint messen. Die sechste Etappe von Vannes nach Angers ist eine weitere Gelegenheit für die Sprinter. Auf Etappe 7 steht das erste Einzelzeitfahren an. Der nahezu komplett flache Kurs von Blois nach Chambord ist 38 Kilometer lang und stellt eine wichtige Prüfung gegen die Uhr dar – aber nicht die einzige.
Etappe 8 ist mit 224 Kilometern die längste der Tour. Die hügelige Strecke nach Le Creusot dürfte Ausreißern entgegenkommen. Im Jura wartet auf dem neunten Teilstück der erste Hochgebirgstag des Pelotons, gekrönt von einer Bergankunft am Grand Colombier.
Tadej Pogacar und Remco Evenepoel erwarten bei der Tour de France 2027 mehr als 70 Kilometer Zeitfahren
Sallanches steht im Mittelpunkt der Alpenetappe
Die zweite Tour-Woche beginnt in den Alpen mit einer explosiven Etappe nach Sallanches, wo später die Weltmeisterschaften ausgetragen werden. Auf die Fahrer warten mehrere steile Anstiege, darunter die legendäre Côte de Domancy.
Etappe 11 von Cluses nach Les Saisies ist der zweite Alpenabschnitt und abgesehen von den Zeitfahren und dem Finale in Paris die kürzeste Etappe der Tour. Dennoch stehen zahlreiche Anstiege auf dem Programm: der Col de la Colombière, der Col du Pré und die Montée de Bisanne.
Die Etappen 12 und 13 bieten den Sprintern Chancen in Valence und Montpellier. Auf Etappe 14 folgt nach mehreren anspruchsvollen Anstiegen im Massif Central die Bergankunft an der Côte de la Croix Neuve. Mit der 15. Etappe nach Albi endet die zweite Woche mit einer weiteren Gelegenheit für die Sprinter.
Zweites großes Zeitfahren und Showdown in den Pyrenäen
Die Tour de France schlägt ein neues Kapitel auf: Die Schlusswoche beginnt mit einem 33 Kilometer langen Zeitfahren in Toulouse. Der Kurs ist überwiegend flach, führt aber auch über einen kurzen, steilen Anstieg, der für ein spektakuläres Rennen sorgen dürfte. Zusammen kommen die beiden Zeitfahren auf 71 Kilometer gegen die Uhr – so viele wie seit der Tour 2012 nicht mehr. Etappe 17 endet in Pau und bietet den Sprintern eine weitere Chance.
Die 18. Etappe führt erstmals in die Pyrenäen und ist mit rund 5.300 Höhenmetern der härteste Tag der Rundfahrt. Die Fahrer müssen den Col du Soulor, den Col du Tourmalet und die Hourquette d’Ancizan bewältigen, ehe am Col du Portet die Bergankunft wartet. Der Schlussanstieg ist 16 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 8,7 Prozent auf.
Etappe 19 ist der letzte Tag in den Bergen. Eine Bergankunft gibt es nicht, dafür warten die steilen Anstiege zum Col du Burdincurutcheta, Col de Soudet und Col de Marie Blanque, bevor das Ziel in Laruns erreicht wird.
Die Rundfahrt endet mit Etappe 20, einem Sprintertag in Libourne, und der 21. Etappe. Auf dem Schlussteil kehrt der Kopfsteinpflasteranstieg nach Montmartre zurück und sorgt erneut für ein explosives Finale in Paris.
Profil der 1. Etappe: Edinburgh – Carlisle
Edinburgh – Carlisle, 185 Kilometer
Profil der 2. Etappe: Keswick – Liverpool
Keswick – Liverpool, 223 Kilometer
Profil der 3. Etappe: Welshpool – Cardiff
Welshpool – Cardiff, 223 Kilometer
Profil der 4. Etappe: Cherbourg-en-Cotentin – Cherbourg-en-Contentin
Cherbourg-en-Contentin – Cherbourg-en-Contentin, 171 Kilometer
Profil der 5. Etappe: Pontorson – Plumelec
Pontorson – Pluemelec, 178 Kilometer
Profil der 6. Etappe: Vannes – Angers
Vannes – Angers, 193 Kilometer
Profil der 7. Etappe (EZF): Blois – Chambord
Blois – Chambord, 38 Kilometer
Profil der 8. Etappe: Bourges – Le Creusot
Bourges – Le Creusot, 224,5 Kilometer
Profil der 9. Etappe: Villars-les-Dombes – Grand Colombier
Villars-les-Dombes – Grand Colombier, 162 Kilometer
Profil der 10. Etappe: Annecy – Sallanches
Annecy – Salanches, 171 Kilometer
Profil der 11. Etappe: Cluses – Les Saisies
Cluses – Les Saisies, 150 Kilometer
Profil der 12. Etappe: Chambéry – Valence
Chambéry – Valence, 162 Kilometer
Profil der 13. Etappe: Aubenas – Montpellier
Aubenas – Montpellier, 164 Kilometer
Profil der 14. Etappe: Montpellier – Mende
Montpellier – Mende, 199 Kilometer
Profil der 15. Etappe: Rodez – Albi
Rodez – Albi, 169 Kilometer
Profil der 16. Etappe (EZF): Toulouse – Toulouse
Toulouse – Toulouse, 33 Kilometer
Profil der 17. Etappe: Muret – Pau
Muret – Pau, 186 Kilometer
Profil der 18. Etappe: Pau – Col du Portet
Pau – Col du Portet, 174 Kilometer
Profil der 19. Etappe: Hasparren – Lauruns
Hasparren – Laruns, 160 Kilometer
Profil der 20. Etappe: Maubourguet – Libourne
Maubourguet – Libourne, 198 Kilometer
Profil der 21. Etappe: Saint-Quentin-en-Yvelines – Paris (Champs-Élysées)
Saint-Quentin-en-Yvelines – Paris (Champs-Élysées), 116 Kilometer