Wer sich an einem Mittwochnachmittag für die
Ronde van Brugge entschied, wurde mit einem seltenen Schauspiel belohnt: Seitenwindchaos mit Gruppen über die gesamten belgischen Straßen. Am Ende lief alles auf einen reduzierten Sprint hinaus, in dem
Dylan Groenewegen Jasper Philipsen überpowerte und damit seinen bislang größten Sieg in den Farben der
Unibet Rose Rockets einfuhr.
In der Teammitteilung der Unibet Rose Rockets nach dem Rennen hob Groenewegen die gelungene Mischung aus jungen und erfahrenen Fahrern hervor und zeigte sich positiv über die leistungsfördernde Teamdynamik. „In diesem Team gibt es eine richtig gute Mischung. Junge Fahrer, die sehr schnell lernen, und alle pushen sich gegenseitig. Das ist etwas Besonderes. Jeder hebt den anderen hoch und will das Maximum aus dem Team herausholen.“
Kritisch wurde es für Groenewegen 45 Kilometer vor dem Ziel. Der Niederländer konnte sich jedoch auf seine Mannschaft verlassen, die das Problem im Handumdrehen löste: „Ich hatte eine Runde vor Schluss einen Plattfuß, das war nicht ideal. Aber wir sind als Team ruhig geblieben und wieder herangekommen. Am Ende waren wir in einer wirklich guten Position.“ Entscheidend halfen dabei zwei Youngster: der 23-jährige Wessel Mouris und der ein Jahr jüngere Karsten Feldmann.
Die Schlussphase verlief etwas kontrollierter und mündete in ein Duell „Philipsen gegen den Rest der Welt“ um den Sieg, in dem Groenewegen seinen belgischen Rivalen deutlich schlug. „Jasper Philipsen ist im Finale relativ früh gegangen, und ich bin einfach mitgegangen. Das Team hat einen großartigen Job gemacht. In den letzten 100 Metern waren wir zu dritt vorn, das ist sehr cool zu sehen.“