Auch ohne die glänzendsten Stars Tadej Pogacar und Primoz Roglic hatten die heimischen Fans bei der Tour of Slovenia einen Mann mit Gesamtambitionen – oder zumindest fürs Podium – Jakob Omrzel.
Das 20-jährige Talent von
Bahrain - Victorious musste sich am Ende dem erfahreneren GC-Duo von Red Bull - BORA - hansgrohe geschlagen geben, rettete aber trotzdem ein
Podiumsresultat hinter Florian Lipowitz und Giulio Pellizzari.
„Ich bin zufrieden. Das Ziel war die Top 3 in der Gesamtwertung, und genau das haben wir erreicht“, sagte Omrzel nach der Schlussetappe.
Das gesamte Rennen wurde von Red Bull - BORA - hansgrohe kontrolliert, die neben dem Gesamtsieg auch vier Etappen holten. Das deutsche Team schenkte den Gegnern – und Omrzel im Besonderen – nichts: „Die letzten zwei Tage waren wirklich hart und ein Test für mich. Die gestrige Etappe hat den Unterschied gemacht. Im Rückblick ist alles großartig“, erklärte er.
Ein „gutes“ Zeichen
Vor der Schlussetappe in Novo Mesto, Omrzels Heimatstadt, bestand die Hauptaufgabe des Slowenen darin, 47 Sekunden Vorsprung auf den Vierten Alessandro Fancellu zu verteidigen. Und obwohl der Italiener im Sprint aufs Tagespodium fuhr, kam Omrzel in derselben Gruppe ins Ziel – genug, um Rang drei in der Gesamtwertung abzusichern.
„Es war ein sehr steiler Anstieg, vielleicht nicht gerade mein Terrain, aber wir haben überlebt. Oben hat er (Lipowitz, Anm.) attackiert. Ich habe überlegt mitzugehen, aber ich hatte keine Kraft. Ich war so am Limit, dass ich nur daran dachte, wie ich ins Ziel komme“, gab der slowenische Meister zu.
„Ich denke, das ist eine gute Bestätigung. Das Potenzial ist da, wir müssen weiterarbeiten. Gehen wir Schritt für Schritt bis ganz nach oben“, schloss Omrzel seine Rennanalyse.
Landesmeisterschaften gegen Pogacar und Roglic
Im Vorjahr gewann Omrzel den slowenischen Straßentitel gegen ein etwas geschwächtes Feld, auch weil seine Bahrain - Victorious-Teamkollegen die Verfolgung der Kontinentalteams störten. Allerdings fehlten 2025 die Ex-Meister Tadej Pogacar, Primoz Roglic, Matej Mohoric, Jan Tratnik und sogar Domen Novak.
Florian Lipowitz, Giulio Pellizzari und Jakob Omrzel auf dem finalen Podium der Tour of Slovenia 2026
Für die Startliste der slowenischen Meisterschaften in dieser Woche wird ein deutlich stärker besetztes Feld als im Vorjahr erwartet.
Für Omrzel ist es eine große Herausforderung, seine Idole im direkten Duell zu übertreffen. Auch wenn es nicht einfach wird: „Natürlich will ich es behalten. Ich werde alles geben, um es zu verteidigen. Wir werden sehen. Aber es ist auf jeden Fall eine Ehre, es zu tragen.“