„Ich sagte: ‚Das kann doch nicht möglich sein‘“ – Mads Pedersen über den Albtraum, Tadej Pogacar auf dem Kopfsteinpflaster von Paris–Roubaix zu folgen

Radsport
Sonntag, 28 Juni 2026 um 15:52
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Gegen Tadej Pogacar zu fahren und tatsächlich in Schlagdistanz zu sein, gelingt nur wenigen. Selbst unter ihnen herrscht oft ungläubiges Staunen. Mads Pedersen beschreibt treffend, wie es ist, sich mit dem Slowenen das Peloton zu teilen und ihn bei Paris–Roubaix zu bekämpfen.

Pogacars KOMs bewusst meiden

Mit 30 zeigt der Lidl-Trek-Profi konstant Topform – und das ohne Höhentrainingslager, eine Seltenheit im aktuellen Peloton. „… Ich habe kein Problem damit, die Trainingsplanung meinen Coaches zu überlassen. Ich mache einfach, was er sagt. Ich vertraue darauf, dass sein Plan perfekt ist“, sagte Pedersen in einer Folge der Sigma Sports Cafe Ride mit Matt Stephens.
Beide wohnen an der Côte d’Azur. Pedersen gibt zu, dass er Pogacars Revier selten anfährt – aus einem simplen Grund: Er weiß, dass er sich an den Uphill-Segmenten automatisch mit dem Weltmeister vergleicht.
„Um meine Moral hochzuhalten, meide ich oft Orte, an denen er Rekorde gesetzt hat. Er ist auf einem ganz anderen Niveau“, sagte der Ex-Weltmeister.
Zwar ist er kein reiner Kletterer, doch in Rennen wie Mailand–Sanremo und der Flandern-Rundfahrt setzt Pedersen hohe Ziele und hat Anstiege zu bewältigen. Vom reinen Flachspezialisten ist er weit entfernt.
Flandern-Rundfahrt Tadej Pogacar Mathieu van der Poel Mads Pedersen
2025 stand Pedersen gemeinsam mit Pogacar auf dem Podium der Flandern-Rundfahrt

Am Hinterrad von Pogacar in Roubaix

Im Frühjahr musste Pedersen eine Verletzung überwinden und kehrte bei Mailand–Sanremo ins Rennen zurück, wenige Wochen vor den Pflaster-Monumenten. Paris–Roubaix war das große Ziel, dort wurde er Siebter.
Er war Teil von Tadej Pogacars Aufholjagd und erlebte aus nächster Nähe, wie rasant der Slowene die Sektoren durchpflügte. „Ich trat auf dem Pflaster auf der Geraden 750 Watt. Ich dachte: ‚Das kann nicht sein. Du musst ihn einfach überdauern!‘“
„Und dann – bumm. Man sagt, man muss klug fahren, um Tadej zu schlagen. Viel Glück damit, mein Freund“, meint er. Der Däne wartet noch auf seinen ersten Monument-Sieg – auch wegen zweier Ausnahmekönner wie Pogacar und Mathieu van der Poel, die die Monumente seit Jahren dominieren.
Darauf zu hoffen, dass die Rivalen abbauen, ist für Pedersen keine Option. „Wenn mich Leute fragen, ob ich es hasse, in derselben Ära wie jemand wie Pogacar zu fahren, sage ich nein. Es ist großartig. Aber der Tag, an dem ich ihn in einem Monument schlage, wird noch besser.“
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