„Ich dachte an der ersten Zwischenzeitnahme, ich sei etwas zu hart angegangen“ – ‚Wunderbare‘ Beine bescheren Remco Evenepoel einen weiteren Weltmeistertitel

Radsport
Sonntag, 20 September 2026 um 22:58
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Remco Evenepoel hat den Auftakt der Männer-Wettbewerbe bei den Weltmeisterschaften 2026 gewonnen. Der Belgier galt als Topfavorit für das „Hauptrennen“ am Sonntag und lieferte in Montréal einen historischen Triumph ab.
„Es ist unglaublich. Das Ziel war natürlich, hierherzukommen und zum vierten Mal in Folge zu gewinnen“, sagte er im Zielinterview. Am ersten Zwischenzeitpunkt deutete bereits alles darauf hin, dass der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi der Stärkste des Tages war. Er nahm seinen Rivalen auf dem technischen Auftaktstück ohne nennenswerte Steigungen Zeit ab.
Wie bei jedem Einzelzeitfahren in diesem Jahr war Evenepoel die Referenz gegen die Uhr. „Das war eine große Motivation, und ich muss dem ganzen Team für die Vorbereitung danken. Auch Specialized: für das neue Material, das sie bereitgestellt haben; und klar, ich hatte heute eine sehr schnelle Zeit, bin sehr zufrieden mit dem Gefühl, den Kurven …“
Evenepoel war unangreifbar. Während Filippo Ganna mit seiner Pacing-Strategie über die Zwischenzeiten Plätze gutmachte, konnte er den Rückstand auf Evenepoel zu keinem Zeitpunkt verringern. Im Ziel betrug der Abstand auf 39 Kilometern ganze 57 Sekunden.
Remco Evenepoel gewinnt den vierten WM-Titel
Remco Evenepoel gewinnt den vierten WM-Titel 

Technischer Kurs stoppt Evenepoel nicht

„Es war ein sehr anspruchsvoller Kurs mit einem technischen Start und Finale, dazu ein kraftbetonter Mittelteil. Ich bin superglücklich, es war ein wunderbares Erlebnis“.
Evenepoel räumt jedoch ein, dass er dachte, am Anfang zu hart gefahren zu sein. Das bestätigte sich nicht. „Ehrlich gesagt, ja, nach 6 km hatten wir eine eigene Zeitkontrolle und ich wusste, dass ich bereits vor allen lag. Ich dachte, ich hätte im ersten Zwischenzeitpunkt etwas überzogen, aber ich konnte weiter Druck machen“.

Evenepoel mit seinen besten Beinen 

Evenepoel fuhr nicht über sein Limit. Stattdessen nutzte er seine besten Beine für eine lange, konstante Leistung über fast 45 Minuten. „Ich hatte den ganzen Tag über ein wunderbares Gefühl, also ist das ein toller Start in die WM“.
Jetzt richtet sich der Fokus auf das Straßenrennen. „Ja, offensichtlich bleibt jetzt genug Zeit, sich zu erholen und diesen besonderen Sieg zu genießen. Dann, ja, ab Dienstag volle Konzentration auf Sonntag.
Vorerst aber darf Evenepoel Geschichte kosten – als neuer Rekordhalter des Zeitfahrtitels.
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