„Es geht nicht darum, Pogacar irgendwann zu ersetzen, sondern ihn eines Tages zu schlagen“ – Paul Seixas

Radsport
durch Nic Gayer
Samstag, 28 Februar 2026 um 12:30
Tadej Pogacar Paul Seixas Remco Evenepoel
Paul Seixas startet heute bei der Faun-Ardeche Classic auf jener Strecke, auf der er im vergangenen Jahr bei den European Championships gemeinsam mit Tadej Pogacar und Remco Evenepoel im Feld fuhr. Der junge Franzose verfolgt ein klares Ziel: Er will ihr Niveau erreichen. Mit 19 Jahren stellte er sich vor dem französischen Eintagesrennen selbstbewusst einem gut gefüllten Presseraum, nachdem er bei der Volta ao Algarve seinen ersten Profisieg gefeiert und sein Palmares weiter ausgebaut hatte.
„Ich würde nicht sagen, dass sich mein Status komplett verändert hat, aber es ist nicht mehr überraschend, dass ich hier bin“, erklärte Seixas gegenüber dem Dauphine Libere. „Ich fahre vorne, und genau das wird jetzt erwartet. Der eigentliche Unterschied ist, dass ich nicht mehr zwangsläufig neue Rennen entdecken muss, sondern Ergebnisse einfahren, meinen Status bestätigen und mich weiterentwickeln will, um meiner Bestform näherzukommen.“

Der Vergleich mit den Besten als Maßstab

Seixas gestaltet sein Frühjahr mit einem Programm, das ihn konstant gegen die Top-Konkurrenz antreten lässt. Trotzdem formuliert er ehrgeizige Ziele und denkt an weitere Siege wie jenen am Alto da Foia. „Das Ziel ist, so oft wie möglich die Arme zu heben. Dafür musst du dich aber mit den Besten messen. Schon bei der Volta ao Algarve war das Startfeld stark, aber genau gegen jene Fahrer, die ein Rennen am meisten prägen, muss ich antreten, um zu sehen, was mir noch fehlt, um das höchste Niveau zu erreichen.“
Viele Experten sehen in ihm einen möglichen nächsten französischen Tour-de-France-Sieger - eine große Erwartungshaltung, die auf seinen Schultern lastet. Angst verspürt er dennoch nicht. „Im Moment muss ich mich noch verbessern. Pogacar, Evenepoel und Vingegaard sind weiterhin auf einem höheren Level. Aber jetzt möchte ich sehen, wie ich mich im Vergleich zum Vorjahr entwickelt habe, als ich schon die Chance hatte, gegen sie zu fahren. Ich denke, wenn du Angst hast, hast du schon verloren.“

Fahren gegen Tadej Pogacar

Der Fahrer des Decathlon CMA CGM Team ist sehr jung, wird aber bereits an die absolute Spitze herangeführt. Ein Debüt bei der Tour de France noch in diesem Jahr gilt als durchaus wahrscheinlich. Folgerichtig wurde er nach den Duellen mit Tadej Pogacar gefragt – Begegnungen, die es auch bei der Strade Bianche und Lüttich–Bastogne–Lüttich geben wird.
„Ich habe keine Angst; das ist ein zu starkes Wort und beschreibt nicht, wie ich mich am Start fühle. Ich würde eher von Respekt sprechen; ich habe großen Respekt vor diesen Fahrern“, betont er. Zugleich lässt er eine klare Ansage zu seinen Ambitionen fallen und wie er Pogacars Dominanz im Sport anvisiert:
„Auf jeden Fall will ich gegen die Besten 100 Prozent geben. Man muss gewinnen, wenn alle Stärksten am Start sind. Das ist für einen Fahrer mit Wettbewerbsgeist das Wichtigste und Befriedigendste. Das Ziel ist nicht, Pogacar zu ersetzen, wenn er weg ist, sondern ihn eines Tages zu schlagen.“
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