Die 1. Etappe des Giro di Sardegna endete mit einem hochdramatischen Finale.
Soudal - Quick-Step hatte den numerischen Vorteil, wurde jedoch von Nicolò Garibbo (Team UKYO) überrascht, der das WorldTour-Duo am Ende eines harten Tages im Sprint überpowerte.
Die Auftaktetappe führte von Castelsardo nach Bosa über 189 wellige Kilometer. Zweimal stand ein 12-Kilometer-Anstieg auf dem Programm, ideal für Angriffe. Dusan Rajovic, Matteo Spreafico, Philipp Hofbauer, Cristian Remeli und Hamish Armitt bildeten die Ausreißergruppe des Tages.
Am letzten 12-Kilometer-Anstieg des Tages, noch über 60 Kilometer vor dem Ziel, setzte einer der Favoriten fürs Gesamtklassement, Filippo Zana, eine Attacke und eröffnete damit ein neues, taktisch geprägtes Rennen. Der Profi von Soudal - Quick-Step bekam zunächst Gesellschaft von Roberto Gonzalez, während dahinter auf dem kupierten Terrain weitere Fahrer nachsetzten. Gonzalez fiel zurück, doch Zana erhielt Unterstützung von seinem Teamkollegen Gianmarco Garofoli, Urko Berrade und Nicolò Garibbo.
Das Quartett arbeitete effizient zusammen und distanzierte das Peloton. Obwohl Quick-Step in der Überzahl war, konnte das Team diesen Vorteil nicht ausspielen. Beide Fahrer attackierten im Finale, kamen jedoch nicht weg. Garofoli opferte sich schließlich für Zana, nachdem die Angriffsversuche eingestellt wurden. Im abschließenden Sprint fehlten Zana die Beine, um das Ergebnis zu vollenden. Stattdessen holte Garibbo einen emotionalen und äußerst überraschenden Sieg und übernahm zugleich die erste Gesamtführung des Rennens.