Dylan Groenewegen hat unmissverständlich klargemacht, worauf sein Fokus in dieser Saison liegt. Der niederländische Sprinter skizzierte seine Ambitionen vor dem ersten Grand-Tour-Start der
Unibet ROSE Rockets beim Giro d’Italia, nachdem er die
Bredene Koksijde Classic 2026 gewonnen hatte.
Groenewegen: Sieg in Koksijde, Fokus auf Giro-Etappen
„Ich bin mit diesem Team hier, um zu gewinnen. Wir haben einen neuen Vibe, neue Motivation und eine Gruppe, die wachsen will“, sagte Groenewegen im Ziel. „Das ultimative Ziel ist eine Grand-Tour-Etappe.“
Dieses übergeordnete Ziel rahmte einen Sieg ein, der an der Oberfläche auf einen vertrauten Massensprint an der belgischen Küste hinauslief.
Das Rennen drohte kurzzeitig über Baneberg und Kemmelberg aufzusplitten, doch die Angriffe verpufften. Ohne Seitenwind in De Moeren formierte sich das Feld für den Hochgeschwindigkeits-Finaleinlauf nach Koksijde neu.
Präzision statt roher Kraft im entscheidenden Sprintmoment
Trotz des kontrollierten Finales war der Tag alles andere als einfach. „Es war kein leichter Tag. Vor allem in der Hügelzone war es ein ständiger Positionskampf. Aber als Team haben wir das sehr gut gemacht“, erklärte Groenewegen.
Als die letzte Ausreißergruppe innerhalb des Schlusskilometers gestellt war, zählte nur noch die Ausführung. Unibet ROSE Rockets lieferten einen sauberen Lead-out und brachten ihren Sprinter perfekt in Stellung. „Im Finale waren alle müde, aber meine Teamkollegen haben einen perfekten Lead-out gefahren. Sie brachten mich in eine sehr gute Position“, sagte er. „Elmar hat vor der letzten Kurve das Tempo optimal angezogen. Dann ging es nur noch darum, auf den richtigen Moment zu warten – und der war genau richtig.“
Groenewegen könnte die besten Chancen der Unibet ROSE Rockets auf einen Etappensieg bei der Giro d’Italia 2026 sein
Dieses Timing war von Erfahrung geprägt. „Vor zwei Jahren habe ich hier gegen Luca Mozzato verloren, weil ich zu früh losgesprintet bin. Deshalb habe ich diesmal 200 Meter gewählt. Ich bin genau im richtigen Moment nach vorn gegangen.“
Von dort aus zog Groenewegen voll durch, eröffnete einen langen Sprint und verteidigte seinen Vorsprung bis zur Linie. „Es war ein fairer Sprint. Ich war heute der Schnellste.“
Der Sieg verleiht der Saison in einer Schlüsselphase Schwung. Doch wie Groenewegen betonte, ist er nicht das Endziel. Mit dem anstehenden Giro-Debüt seines Teams sind Leistungen wie diese Bausteine für das große Ganze.
Und wenn Koksijde etwas zeigte, dann, dass sowohl die Geschwindigkeit als auch die Struktur bereits vorhanden sind.