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Stefan Bissegger folgt derzeit ein Rückschlag auf den nächsten. Binnen gut eines Monats musste der Profi von Decathlon CMA CGM zunächst die Enttäuschung über seine verpasste Nominierung für die Tour de France verkraften. Nun stellt ein schwerer Sturz bei der
Polen-Rundfahrt auch noch seine geplanten Starts bei den Weltmeisterschaften massiv infrage.
Der Schweizer Kraftfahrer, dessen besondere Stärken im Zeitfahren sowie in flachen und welligen Klassikern liegen, hat sich in den vergangenen Saisons zugleich zu einem wertvollen Helfer entwickelt. Im Finale der Polen-Rundfahrt kam Bissegger jedoch auf den letzten Kilometern schwer zu Fall.
Doppelter Bruch bringt Bisseggers Pläne durcheinander
Bei den medizinischen Untersuchungen am Montag folgte für den 27-Jährigen die bittere Diagnose: Bissegger erlitt einen doppelten Bruch des Schambeins im vorderen Bereich des Beckens. Damit ist die sorgfältige Planung für seine kommenden sechs Wochen plötzlich hinfällig.
Stefan Bissegger muss nach seinem schweren Sturz bei der Polen-Rundfahrt um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft kämpfen. Der Schweizer erlitt einen doppelten Bruch des Schambeins.
Es ist nicht das erste Mal in den vergangenen Monaten, dass der Schweizer seine Pläne kurzfristig ändern muss. Als Decathlon CMA CGM seine Strategie für die Grande Boucle anpasste, um sowohl die Ambitionen von Paul Seixas in der Gesamtwertung als auch die Sprintziele von Olav Kooij zu berücksichtigen, gehörte Bissegger zu jenen Fahrern, die keinen Platz im Tour-Aufgebot erhielten.
Bissegger von Tour-Aus überrascht
„Das kam völlig überraschend“, sagte Bissegger gegenüber
Blick und machte keinen Hehl aus seiner Enttäuschung darüber, bei der Tour de France nicht berücksichtigt worden zu sein.
Sportlich hatte der Schweizer in dieser Saison durchaus Argumente für sich gesammelt. Zu seinen besten Resultaten zählen der zweite Platz im Zeitfahren der Schweizer Meisterschaften und Rang acht bei Paris-Roubaix. Nach der verpassten Tour-Nominierung hatte Bissegger seinen Blick unter anderem auf die Weltmeisterschaften in Kanada gerichtet, wo er sowohl im Zeitfahren als auch im Straßenrennen antreten wollte.
Doch nun droht auch dieses große Saisonziel zu platzen. Bissegger schilderte detailliert, wie es zu seinem Sturz bei der Polen-Rundfahrt kam. Demnach blieb er mit seinem Lenker an einem Werbebanner hängen, das seiner Ansicht nach zu nah an der Straße positioniert war.
Trotz des doppelten Bruchs will der 27-Jährige den Kampf um die WM-Teilnahme noch nicht aufgeben. Sein Ziel ist es, möglichst schnell wieder auf das Rad zurückzukehren und seinem Körper damit die bestmögliche Chance zu geben, rechtzeitig für die Titelkämpfe fit zu werden.
Kampf gegen die Zeit vor der Weltmeisterschaft
„Es stand zu nah an der Straße, seitlich, und hat sich in meinem Lenker verfangen, sodass er mir aus den Händen gerissen wurde“, erklärte Bissegger den folgenschweren Moment.
Nun beginnt für den Schweizer ein Wettlauf gegen die Zeit. Entscheidend wird sein, wie schnell er trotz seiner Verletzungen wieder trainieren kann. „Ich muss versuchen, so schnell wie möglich wieder aufs Rad zu kommen und zu treten. Wenn das klappt, gibt es noch Hoffnung für die Weltmeisterschaften.“
Seine Aussichten auf einen Start bei den Titelkämpfen schätzt Bissegger derzeit selbst als völlig offen ein. „Aktuell sehe ich meine Chancen, dabei zu sein, bei 50 Prozent.“