Achter Meistertitel mit 54 Sekunden Vorsprung: Elisa Longo Borghini baut italienischen Zeitfahr-Rekord aus

Radsport
durch Nic Gayer
elisalongoborghini
Elisa Longo Borghini hat bei den italienischen Meisterschaften 2026 erneut Radsportgeschichte geschrieben. Die Fahrerin von UAE Team ADQ sicherte sich am Samstag in Piasco souverän den nationalen Titel im Einzelzeitfahren der Frauen-Elite und baute damit ihren eigenen Rekord weiter aus. Mit ihrem achten Meistertitel in dieser Disziplin unterstrich die Italienerin einmal mehr ihre Ausnahmestellung im nationalen Radsport.
Auf dem 19,7 Kilometer langen Kurs zeigte die gebürtige Piemonteserin eine beeindruckende Vorstellung. Nach 23 Minuten und 15 Sekunden stoppte die Uhr für Longo Borghini, die damit eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,839 km/h erreichte. Ihre Konkurrentinnen hatten gegen die starke Leistung der erfahrenen Zeitfahrspezialistin keine Chance. Mit einem deutlichen Vorsprung sicherte sie sich einen weiteren Erfolg für ihre ohnehin umfangreiche Titelsammlung.

Acht Titel in zwölf Jahren: Longo Borghini schreibt italienische Zeitfahrgeschichte

Mit ihrem Triumph in Piasco steht Longo Borghini nun bei insgesamt acht italienischen Meistertiteln im Einzelzeitfahren der Eliteklasse. Bereits 2014, 2016, 2017, 2020, 2021, 2022 und 2023 hatte sie sich in dieser Disziplin durchgesetzt. Nun fügte sie ihrer Erfolgsbilanz einen weiteren Titel hinzu und verbesserte damit ihren bereits zuvor allein gehaltenen nationalen Rekord.
Elisa Longo Borghini bei der WM 2026 in Montreal.
Elisa Longo Borghini sicherte sich bei den italienischen Meisterschaften 2026 in Piasco ihren achten nationalen Titel im Einzelzeitfahren. Die Fahrerin von UAE Team ADQ gewann mit 54 Sekunden Vorsprung auf Alessia Vigilia.
Gleichzeitig war es für die Italienerin der siebte Saisonsieg im Jahr 2026. Zuletzt hatte sie im vergangenen Juni bei der italienischen Straßenmeisterschaft triumphiert. Mit ihrem neuerlichen Erfolg gegen die Uhr bewies die UAE-Team-ADQ-Fahrerin, dass sie auch in dieser Disziplin weiterhin zur nationalen Spitze gehört. Ihre Vielseitigkeit und Konstanz machen sie seit Jahren zu einer der prägenden Persönlichkeiten im internationalen Frauenradsport.

Vigilia und Borghesi auf dem Podium – Longo Borghini eine Klasse für sich

Am nächsten kam der überlegenen Siegerin noch Alessia Vigilia. Die Fahrerin von Uno-X Mobility belegte mit 54 Sekunden Rückstand den zweiten Platz und sicherte sich damit die Silbermedaille. Angesichts der vergleichsweise kurzen Renndistanz von 19,7 Kilometern verdeutlicht dieser Abstand, wie dominant Longo Borghini unterwegs war. Vigilia wiederum setzte sich im Kampf um die weiteren Podestplätze gegen ihre Konkurrentinnen durch.
Die Bronzemedaille ging an Letizia Borghesi vom AG Insurance-Soudal Team. Sie erreichte das Ziel mit 1:03 Minuten Rückstand auf Longo Borghini und lag damit neun Sekunden hinter Vigilia. Auch dahinter waren die Abstände beträchtlich: Vittoria Bussi vom Team Essere wurde mit 2:01 Minuten Rückstand Vierte, während Carmen Moser vom Horizon Cycling Club-Team 1971 mit einem Rückstand von 3:10 Minuten den fünften Platz belegte.
Das Ergebnis ließ keinen Zweifel an Longo Borghinis Überlegenheit aufkommen. Mit acht nationalen Zeitfahrtiteln innerhalb von zwölf Jahren hat sich die Italienerin einen außergewöhnlichen Rekord erarbeitet, der nur schwer zu übertreffen sein dürfte. Ihr jüngster Triumph in Piasco bestätigt nicht nur ihre anhaltende Stärke im Kampf gegen die Uhr, sondern auch ihren Stellenwert als eine der erfolgreichsten Fahrerinnen Italiens – sowohl bei anspruchsvollen Eintagesrennen als auch bei großen Rundfahrten.

Italienische Meisterschaften 2026: Einzelzeitfahren der Frauen-Elite

PlatzFahrerinTeamZeit
1Elisa Longo BorghiniUAE Team L'IMAD23:15
2Alessia VigiliaUno-X Mobility+0:54
3Letizia Borghesi AG Insurance-Soudal+1:03
4Vittoria BussiTeam Essere+2:01
5Carmen MoserHorizon Cycling Club-Team 1971+3:10
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