„Wir freuen uns riesig auf die Alpen“ – Matteo Jorgenson und Visma | Lease a Bike nehmen die Hochgebirgsetappen der Tour de France ins Visier

Radsport
Montag, 13 Juli 2026 um 16:30
Matteo Jorgenson
Matteo Jorgenson und Visma | Lease a Bike hoffen, dass am Montag das Tempo der Tour de France etwas rausgeht, wenn der erste Ruhetag dem Peloton nach einer unerbittlich heißen Auftaktwoche Luft verschafft.
In Frankreich kletterten die Temperaturen in der vergangenen Woche deutlich, und die Hitzeschlacht auf der Straße war noch intensiver: Ein stark besetztes Klassementfeld hielt das Tempo hoch und trieb viele Fahrer an die Grenze.
Auch für Visma war es nicht anders: Das Team durchlebte eine prüfende Woche. Kapitän Jonas Vingegaard liegt 2:42 Minuten hinter dem Gelben Trikot Tadej Pogacar, nachdem der Slowene auf der 6. Etappe mit einer tektonischen Berg-Performance Vingegaard und dem restlichen Feld die Grenzen aufzeigte.
Zwar bremsten Sprintetappen und Ausreißerchancen den Fluss und neutralisierten zeitweise den GK-Kampf, doch die Niederländer nehmen die Verschnaufpause am Ruhetag dankbar an – Jorgenson freut sich auf ganztägige Klimaanlage.
„Ein Ruhetag wird gut tun. Ich rühre das Rad morgen vielleicht gar nicht an. Einfach drinnen bleiben und die Klimaanlage genießen“, sagte Jorgenson gegenüber Cyclism'Actu.
Die erste Woche beschrieb er als „intensiv“. Für Jorgenson steht nun ein Reset an, während in der zweiten Woche die Querung durch Frankreich und die Alpen in den Fokus rückt.

Visma und Jorgenson peilen die Hochalpen an

Mit einem hinten heraus schweren Bergprogramm, das das Gesamtklassement entscheiden dürfte, sind die Alpen trotz Pogacars Dominanz das bevorzugte Terrain von Vingegaard und seinem Team.
Jorgenson sagte: „Die erste Woche war wirklich intensiv, das ist sicher. Ich glaube, vor allem die Hitze war für alle schwierig. Und am Tag des Tourmalet haben wir natürlich Zeit verloren. Wir freuen uns auf einen kleinen Reset und sind richtig heiß auf die Alpen.“
Die 9. Etappe am Sonntag bot zudem interessante Diskussionspunkte, darunter UAE Team Emirates – XRG, das scheinbar die Lücke der Ausreißer kontrollierte und deren Vorsprung auf ein reduziertes Peloton begrenzte. Fürs Gesamtklassement drohte keine Gefahr, doch Jorgenson witzelte, der Fokus habe woanders gelegen.
„Meine Einschätzung dazu, dass UAE fuhr, um den Abstand bei einer Minute zu halten, bevor andere Teams übernahmen? Die Mannschaftswertung, Baby“, sagte er.
In der Nebenwertung liegt UAE auf Rang drei. Zu Beginn der Etappe betrug ihr Rückstand auf Lidl-Trek 27:08 Minuten. Durch den erhöhten Aufwand zur Begrenzung der Ausreißer blieben sie zwar bei derselben Lücke, schoben sich aber an Red Bull - BORA Hansgrohe vorbei auf Platz zwei.
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