Die 3. Etappe der Volta a Catalunya lieferte wohl das unerwartetste Finale, das realistisch möglich war.
Remco Evenepoel und
Jonas Vingegaard schienen auf dem Weg zum Etappensieg am Ende eines Abschnitts, der nur auf flachem Terrain attackiert wurde, doch der Red Bull - BORA - hansgrohe-Profi stürzte bereits innerhalb des letzten Kilometers.
Das Duo hatte sich in einem windanfälligen Abschnitt innerhalb der letzten 30 Kilometer vom Feld gelöst und gemeinsam eine Lücke aufgebaut. Die Emotionen kochten hoch, als Evenepoel während der überraschenden Zweier-Attacke mehr Führungsarbeit von Vingegaard einforderte, doch mit diesem Ausgang hatte niemand gerechnet.
Die beiden schienen den Sprintern die Chance zu entreißen – bis es anders kam. Evenepoel stürzte wenige Meter vor dem Ziel im letzten Kreisverkehr. Ein höchst ungewöhnlicher Sturz, bei dem Jonas Vingegaard selbst im Zielinterview zugab, nicht genau zu wissen, wie er zustande kam.
Evenepoel ging unmittelbar vor dem Kreisverkehr zu Boden, woraufhin Vingegaard auf der Zielgeraden wieder gestellt wurde. Die TV-Helikopterbilder zeigten in diesem Moment nicht die Spitze, sodass plötzlich die schockierende Szene eines blutenden Evenepoel am Boden zu sehen war. Erste Anzeichen deuten nicht auf Frakturen hin, doch die Menge an Blut, Straßenhaut und zerstörtem Material spricht für einen harten Aufschlag – ein mögliches Hindernis für seine Ambitionen im Gesamtklassement. Dank der 3-Kilometer-Regel verlor er jedoch keine Zeit.
Die kommenden Etappen werden für die Gesamtwertung entscheidend, vor allem aber für Evenepoels großen Klettertest nach einer UAE Tour, in der seine Bergleistungen enttäuschten. Ob er in den nächsten Tagen sein gewohntes Niveau erreicht, ist ungewiss.
Das Video zum Zwischenfall sehen Sie unten: