„Es war ein beschissener Tag“: Netcompany INEOS-Teamkollegen kämpfen für Oscar Onley nach dem schweren Sturz des Briten

Radsport
Samstag, 13 Juni 2026 um 7:30
Kevin Vauquelin
Die sechste Etappe der Tour des Auvergne-Rhône-Alpes bot ein seltenes Bild: Eine 60-köpfige Ausreißergruppe setzte sich auf diesem Einleitungstag ins Gebirge ab. Das bedeutete jedoch keineswegs, dass das Peloton bummelte – im Gegenteil. Das hohe Tempo von Decathlon CMA CGM über den gesamten Tag sorgte für große Abstände unter den Klassementfahrern, und Kevin Vauquelin gehörte zu den Leidtragenden: Er verlor 1:32 Minuten auf Isaac del Toro und Paul Seixas.
In jeder Hinsicht war es ein rabenschwarzer Tag für Netcompany INEOS. Früh im Rennen war ihre einzige Vertretung in der Fluchtgruppe zwar ein starker Fahrer – aber kein Kletterer: Dorian Godon, der realistisch keine Siegchance hatte.
Die eigentliche Katastrophe ereignete sich jedoch in der kurzen Abfahrt von der vorletzten Steigung, der Côte d’Héry-sur-Ugine: Teamkapitän Oscar Onley stürzte schwer und wird voraussichtlich nicht zur 7. Etappe antreten.

Sorgen um Onley

Damit rückte Ersatzkapitän Kévin Vauquelin mit der Unterstützung von Carlos Rodríguez in der internen Hierarchie auf. Doch der Franzose fand am Schlussanstieg nach Crest-Voland keinen Rhythmus und verlor deutlich Zeit. Selbst sein Teamkollege Rodríguez erreichte das Ziel 13 Sekunden vor dem 25-Jährigen.
„Den vorletzten Anstieg habe ich gut gemanagt, aber am letzten war ich völlig leer“, sagte Vauquelin gegenüber DirectVelo. „Ich wusste, dass ich nicht bei 100% war und habe den Preis dafür gezahlt, aber ich habe bis zum Ende gekämpft. Es war wirklich hart. Ich dachte, die Beine wären besser. Ich bin ein bisschen enttäuscht.“
Zusätzlich zu Vauquelins Schwierigkeiten musste das britische Team auch die Stürze von Joshua Tarling und Oscar Onley verkraften: „Es war ein Scheißtag“, kommentierte der Franzose. „Ich weiß nicht, wie es Oscar geht, er ist über die Leitplanken geflogen. Ich habe mit all meiner Kraft für sie gekämpft.“

Hoffnung auf einen starken Abschluss

Der 25-Jährige blickt dennoch nach vorn und hofft auf Erholung in den letzten beiden Etappen: „Ich hoffe, dass es am Wochenende besser läuft. Es ist ein Vorbereitungsrennen, solche Tage gehören dazu. Das Ziel ist, in den nächsten zwei Tagen alles zu geben.“
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