„Es ist unfair, das Geschehene nur anhand eines kurzen Clips zu beurteilen“ – Zanoncello enttäuscht nach Giro-Disqualifikation wegen Kopfstoßes

Radsport
Montag, 25 Mai 2026 um 18:00
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Enrico Zanoncello hat die Entscheidung, ihn vom Giro d’Italia zu disqualifizieren, als „unfair“ bezeichnet, die auf einem kurzen Videoclip beruhe. Der Sprinter von Bardiani CSF 7 Saber wurde ausgeschlossen, nachdem ihm ein Kopfstoß gegen einen Konkurrenten zur Last gelegt wurde, der am Sonntag auf der 15. Etappe einen Sturz mit hohem Tempo auslöste.
Die Kommissäre entschieden, den Italiener für das Manöver aus dem Rennen zu nehmen, nachdem es im Kampf um Nebenränge in Mailand zu einem Sturz im Feld gekommen war. Aufnahmen zeigten, wie Zanoncello bei einer Bewegung quer durch das Feld offenbar mit Robert Donaldson in Kontakt kam. Donaldson stürzte daraufhin schwer.
Zanoncello wurde umgehend mit einer Geldstrafe von 1.000 Schweizer Franken, einer Gelben Karte und der sofortigen Disqualifikation vom Corsa Rosa belegt. Der 28-Jährige reagierte jedoch auf den Ausschluss und betonte, der Sturz sei unbeabsichtigt gewesen.
„Ich fühle aufrichtig mit dem Fahrer, der in den Sturz verwickelt war“, schrieb er auf Instagram. „Ich wollte niemals, dass es so endet.“
In seiner Stellungnahme deutete Zanoncello an, die Strafe sei wegen der Art des Videomaterials „unfair“: „Es gab nie die Absicht, jemanden zu verletzen oder zu gefährden. Es tut mir wirklich leid, was passiert ist. Ich finde es unfair, das Geschehen nur anhand eines kurzen Clips zu beurteilen“, schrieb Zanoncello.

Zanoncello „schmerzt“ das Giro-Aus

Im Rückblick ist Zanoncello der Ansicht, dass der Vorfall im Gesamtzusammenhang anders zu bewerten sei: „Wenn man die vollständigen Bilder sieht, wirken die Abläufe anders und klarer.“
Zanoncello fährt seit 2021 für Bardiani CSF 7 Saber und hat vier Profi-Siege. Die bedeutendsten davon gelangen ihm beim Giro d’Abruzzo 2024 und der Tour de Taiwan 2023.
Bei seinem dritten Giro verlässt Zanoncello das Rennen enttäuscht. In Neapel holte er auf der 9. Etappe Rang neun und bekannte, es tue „weh“, das Rennen so zu verlassen: „Auf diese Weise den Giro d’Italia zu verlassen, schmerzt“, sagte er. „So hatte ich mir das Ende definitiv nicht vorgestellt.“
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