Remco Evenepoel hat den
GP de Québec 2026 gewonnen, sein erster Renntag seit der Clásica San Sebastián. Der Fahrer von Red Bull - BORA - hansgrohe zeigte die Form der vergangenen Monate und
fuhr trotz großer Eigeninitiative zum Sieg.
Red Bull - BORA - hansgrohe verfügte nicht über die mannschaftliche Dichte von UAE Team Emirates - XRG und Lidl-Trek beim ersten der beiden kanadischen Eintagesrennen. Doch seine Form stimmte, und sein taktisches Gespür erwies sich in Québec als entscheidend.
Der Olympiasieger attackierte mehrfach früh im Rennen, um sich aus einem Peloton zu lösen, in dem er im Rennverlauf zahlenmäßig unterlegen gewesen wäre. In einer dieser Attacken bekam er Gesellschaft von Giulio Ciccone, was sich als Schlüsselmoment für den Erfolg erwies.
Mit Lidl-Trek, das dahinter Angriffe neutralisierte, spielte das deutsche Team Evenepoel und Giulio Ciccone am Ende in die Karten. Gegen Schluss verschaffte die Verfolgung von Quinn Simmons dem Italiener allerdings auch einen Trumpf.
„Es war hart, er schien auch ziemlich stark zu sein“, sagte Evenepoel nach dem Rennen über seinen Rivalen. „Er hatte das Glück, einen Teamkollegen dahinter zu haben, dadurch konnte er etwas häufiger im Windschatten bleiben.“
Der siegbringende Vorstoß von Evenepoel
Nachdem alle frühen Angreifer gestellt waren, folgte den beiden nur noch Anthon Charmig in die Schlussrunde. Am letzten Anstieg der Côte de la Montagne mit bis zu 17% reichte Evenepoels Attacke, um das Finale zu einem Zweiersprint zu machen.
Er führte die kompletten Schlusskilometer im eigenen Tempo und setzte auf seinen Sprint. „Ich hatte auch Vertrauen in meinen Sprint. Also bin ich das Risiko eingegangen, von vorn zu fahren. Mit Gegenwind war es schwierig, aber als er überholen wollte, spürte auch er den Wind im Gesicht, und ich konnte meinen Vorteil halten. Darüber bin ich super glücklich.“
Remco Evenepoel gewann den GP de Québec 2026
Ein großer Test steht für den Olympiasieger an
Evenepoel verbuchte einen wichtigen Sieg für sein Palmarès und zeigte vor allem, dass seine Form sehr hoch ist. Der GP de Montréal an diesem Sonntag wird als Gradmesser mit Blick auf die Weltmeisterschaften aussagekräftiger sein. Ein besseres Renncomeback war kaum möglich.
„Ja, klar. Es ist immer schwierig, nach einer Pause wieder in den Wettkampf einzusteigen. Und es ist auch ein hartes Rennen, um wieder anzufangen“, räumte er ein.
„Ich denke, ich muss ruhig bleiben und es Tag für Tag nehmen, denn am Sonntag steht ein weiteres Rennen an (GP de Montréal, Anm.), dann am nächsten Sonntag die Zeitfahr-Weltmeisterschaft, und am Sonntag darauf das Straßenrennen.“